Hand auflegen

Hände auflegen, das machen heute hauptsächlich nur noch Pfarrer oder Priester. Meistens ist der Anlass ein außergewöhnliches Ereignis – eine Taufe, eine Trauung oder die Einführung in einen kirchlichen Dienst etwa.

Erfahren Sie, welche Wirkung eine einfache Geste wie die Handauflegung haben kann. Entdecken Sie die Berührung Jesu in der Berührung eines Anderen. Nicht nur bei besonderen Ereignissen, sondern mitten im Alltag.

Hand auflegen

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Eine Berührung, die gut tut

Halten Sie Ihre Handflächen einmal ganz nah aneinander, ohne dass sie sich tatsächlich berühren. Spüren Sie die Wärme, die Kraft? Das ist es, was wir wahrnehmen wenn wir von anderen Menschen berührt werden. Es fühlt sich gut an. Eine Hand auf unserer Schulter kann uns ermutigen, uns unterstützen. Es ist eine fast schon intime Geste, wenn wir so berührt werden, wenn wir die Handfläche eines anderen auf unserer Haut spüren.

Jesu Hand in der Hand eines Anderen spüren

Hände auflegen, das machen heute hauptsächlich nur noch Pfarrer oder Priester. Meistens ist der Anlass ein außergewöhnliches Ereignis – eine Taufe, eine Trauung oder die Einführung in einen kirchlichen Dienst etwa. Dagegen war die Handauflegung früher viel verbreiteter. In der Bibel begegnet sie uns häufig – als Ausdruck des Segnens und Heilens, vor allem bei Jesus und seinen Jüngern. Aber auch in späterer Zeit war diese Geste Teil des christlichen Glaubens. Dabei erwarteten die Christen eine Berührung Jesu in der Berührung des Anderen; sie spürten Jesu Hand in der Hand des Bruders oder der Schwester. Diese heilsamen und segnenden Berührungen waren ganz und gar nicht nur für besondere Momente reserviert – sie geschahen oft mitten im Alltag.

Eine vergessene Geste wiederentdecken

In der Zwischenzeit ist die Geste der Handauflegung weitgehend vergessen. Manche Eltern legen ihren Kindern beim Zubettgehen die Hände auf oder dann, wenn die Kinder am Morgen das Haus verlassen. Eine Berührung tut jedoch jedem von uns gut, nicht nur den Kindern. Sie könnten sich auch als Partner segnen und sich gegenseitig die Hände auflegen. Vielleicht braucht ja ein Freund Ihre Berührung in den nächsten Tagen. Dann lassen Sie durch Ihre Hand Ihr ganzes Wohlwollen strömen. Dazu könnten Sie in Ihrem Innern ein einfaches Segensgebet sprechen. Sie können sich sicher sein: Jesus wird Ihre leere Hand füllen und Ihren Partner oder Freund berühren.

sgd