Finden Sie einen Stein als Malzeichen

Wir Menschen sind vergesslich. Auch spirituelle Erfahrungen geraten im Alltag schnell in Vergessenheit. Um sich an eine solche Erfahrung immer wieder zu erinnern, können Sie sich selbst ein Zeichen setzten. Finden Sie dafür z.B. einen Stein.

Foto: Shutterstock

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Steine haben im Ersten Testament der Bibel symbolische Funktion. Sie sind Malzeichen, also Mahnmale oder Denkmäler, d.h., sie erinnerten die Menschen. So errichtete Jakob z.B. den Stein, auf den er seinen Kopf beim Schlafen gelegt hatte. Dieser Stein sollte Jakob und kommende Generationen auf Gottes Versprechen und seine Gegenwart, aber auch auf Jakobs Antwort und sein Gelübde hinweisen (nachzulesen in 1Mose 28). An das, was Gott bereits getan hat, sollten in einer anderen Geschichte die zwölf Steine erinnern, die Josua nach der Durchquerung des Flusses Jordan aufschichten lässt (Josua 4).

Steine können uns also an Gottes Versprechen erinnern. Wenn wir einen Stein sehen, können wir an ein Wort Gottes für uns oder an sein Handeln denken. Wir dürfen uns aber genauso unsere Reaktionen und unsere Entscheidungen in Erinnerung rufen lassen.

Wie wäre es, wenn Sie sich einen Stein suchen und ihn für sich zum Symbol werden lassen? Machen Sie einen Spaziergang, gehen Sie hinaus z.B. an einen Bach oder an einen Weg und suchen Sie sich einen Stein. Wenn Sie ein Exemplar gefunden haben, das Ihnen gefällt, machen Sie sich schweigend auf dem Rückweg und beginnen Sie, den Stein zu erfühlen und zu betrachten. Fragen Sie sich, wofür dieser Stein mit seinen Eigenheiten Ihnen ein Symbol sein könnte. Wofür könnte er stehen? Woran könnte er Sie erinnern? Welches Versprechen Gottes könnte er für Sie symbolisieren, welche Ihrer Entscheidung verdeutlichen? Zu Hause angekommen, können Sie mit einem wasserfesten Stift die Bedeutung des Steins, einen Satz oder nur ein Wort darauf schreiben. Überlegen Sie sich, wo Sie diesen Stein aufbewahren könnten, damit er Sie im rechten Moment erinnert. Errichten Sie sich so Ihr eigenes Malzeichen. Vielleicht möchten Sie abschließend mit jemanden über Ihr neues Symbol sprechen – vielleicht auch mit Gott?

sgd