Christozentrische Familienaufstellung

Es ist, als ob dieses Wort aus der Bibel die heilsame Dimension der Familien- und Organisationsaufstellung beschreibt. So kann diese systemische Methode ganz bewusst im christlichen Sinne, d.h. lebenspraktisch im Geist der Erlösung und Befreiung angewandt werden.

Jeder und jede gehört zu einem Familiensystem mit Herkunfts- und Gegenwartsfamilie, das ein seelisches Kraftfeld mit eigener Dynamik erzeugt. Familienmitglieder sind oft über Generationen hinweg unbewusst in Treue miteinander verbunden. Die Folgen solcher Verbindungen können als Verstrickungen zu Blockaden und Erkrankungen führen.

Mit Hilfe einer Aufstellung werden solche Probleme sichtbar und in Richtung einer guten Lösung geführt. Nicht immer geht es dabei nur um das Familiensystem. Vielmehr ist der Gegenstand der Aufstellungsarbeit das ganze Spektrum menschlicher Verhältnisse und Beziehungen.

Häufige Themen für eine Aufstellung sind Probleme zwischen Eltern und Kindern, Beziehungs- oder Partnerschaftsprobleme, berufliche Anliegen, seelische Schwierigkeiten, psychosomatische Symptome, Identitätsfindung oder geistliche Fragen.

Zur Methode:

Die Person, deren Anliegen Thema ist, wählt aus der Gruppe für einzelne Familienmitglieder oder Anteile des aufzustellenden Themas Stellvertreter aus und platziert diese nach innerer Vorstellung im Raum. Diese Stellvertreter erleben die Gefühle der Personen oder Anteile aus dem aufgestellten System und drücken Beziehung und Befindlichkeit aus. Durch seelische Prozesse entwickeln sich innere Bilder, die es ermöglichen, in gegenseitiger Achtung und Anerkennung heilsame Schritte zu gehen. Dadurch eröffnen sich neue Perspektiven. Beim christozentrischen Aufstellen agiert die Kursleitung nicht direktiv, sondern gibt dem Geist Gottes und seiner lösungsbringenden Kraft Raum. Das Evangelium Jesu Christi von der Befreiung zur Fülle des Lebens spielt dabei eine wesentliche Rolle. Christozentrische Aufstellungsarbeit ist kein Therapieersatz, auch wenn es dabei manchmal zu Heilungserfahrungen kommen kann. Wer Heil erfährt, findet eine geistige Heimat.

Nachgespräch:

Die Möglichkeit des Nachgesprächs dient vor allem dazu, dass jemand mit sich identisch bleibt. Das Lösungsbild der Aufstellung zeigt, wohin der Weg im Aussen geht. Dieser Weg wird im Nachgespräch gefestigt und in den Alltag integriert, so dass der rote Faden im Leben erkannt wird und stabil bleibt.

Ziel:

Das Sprichwort „Die Väter essen saure Trauben und die Zähne der Söhne werden stumpf.“ (Hesekiel 18.3) kann außer Kraft gesetzt werden. Unterbrechung ist möglich. Von der Wirklichkeit Gottes lässt sich in die Realität intervenieren. Jede einzelne Geistseele kann sich direkt an Gott wenden und so zu einer eigenen Freiheitsgeschichte kommen: „Siehe, alle Seelen gehören MIR, wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes. Sie gehören MIR. (Hesekiel 18.4)

Leitung:

Paul Imhof, Professor für Theologie und Religionsphilosophie (Dr. theol., Dr. phil.), Präsident der Akademie St. Paul e.V., Filmemacher, Autor, Pastor im Ehrenamt (Ev.-luth. Landeskirche Hannovers), Leiter des Curriculums christozentrisches Familienstellen, Pastor im Ehrenamt für theologische Fortbildung und geistliche Begleitung auf dem Schwanberg.

Termin 2019

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